Digitalisierungsbewertung.de
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Sie verantworten die Empfehlung. Deshalb hier die Methode.

Für Wirtschaftsberater, Steuerbüros und M&A-Boutiquen: wie die Bewertung entsteht, wie die Beträge zustande kommen und wo die Grenzen des Berichts liegen.

„Das kann ein Chef genauso verstehen und lesen wie sein Berater."

Das ist der Maßstab für jede Zeile im Bericht. Für Ihren Mandanten heißt das: er versteht, was er unterschreibt. Für Sie: Sie können jede Zahl nachrechnen und jede Annahme prüfen.

01 — Unabhängigkeit

Die Bewertung ist von der Umsetzung getrennt.

Keine Interessenkollision

Ich verkaufe kein System und bekomme von keinem Anbieter Provision.

Der Bericht empfiehlt Maßnahmen, keine Produkte. Wo eine konkrete Software genannt wird, steht daneben, welche Anforderung sie erfüllen muss, damit Ihr Mandant auch eine andere wählen kann.

„Die Bewertung erfolgte unabhängig von einer etwaigen späteren Beauftragung zur Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen."
Satz steht wortgleich im Bericht
Was der Bericht nicht ist

Der Geltungsbereich wird ehrlich benannt, nicht implizit erweitert.

Auf einer eigenen Seite steht, was nicht Gegenstand der Bewertung war: keine Penetrationstests, keine Forensik, keine rechtliche Prüfung von Lizenz- oder Versicherungsverträgen, keine Bewertung steuerlicher Sachverhalte.

Angaben der Geschäftsführung werden übernommen, soweit sie nicht durch eigene Feststellung überprüfbar waren, und sind als solche gekennzeichnet.

02 — Prüfachsen

Acht Achsen, zwei Lesarten: Risiko für die Transaktion, Hebel für den Betrieb.

01

Infrastruktur & Hardware

Was steht da, wie lange hält es noch, was kostet Ersatz?

  • Physische Schicht: Serverraum, USV, Klima, Wasser- und Brandschutz
  • Netzwerk: Firewall, Segmentierung, Zugangsbeschränkung
  • System: Server-Alter, Backup, Disaster Recovery
  • Governance: Dokumentation, Rechtesystem, Betriebshandbücher
Red FlagServer 8 Jahre alt, kein Ersatzplan, Backup nie getestet, und steht im Keller unter der Wasserleitung. Ein Backup, das nie getestet wurde, ist kein Backup.
Nachinvest typisch KMU 15–80 k€
02

Software & Lizenzen

Was läuft, wem gehört es, was explodiert beim Eigentümerwechsel?

  • Inventar, End-of-Life, Übertragbarkeit bei Wechsel
  • Zugriff, Rollen, Single Sign-On, schnelle User-Sperrung
  • Telefonie, Smartphones, mobile Arbeitsplätze (MDM, Verschlüsselung)
  • Change-of-Control-Klauseln, die stille Bombe in Lizenzverträgen
Red FlagBranchensoftware mit Change-of-Control-Klausel, 50 Arbeitsplätze auf Windows 10, Admin-Rechte für alle.
Nachinvest typisch KMU 30–250 k€ +
03

Daten & DSGVO

Wo liegen welche Daten, wer darf ran, wie lange dürfen sie da liegen?

  • Dateninventar über physische und logische Speicherorte
  • Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, AVV-Kette, Löschkonzept
  • Internationaler Datenabfluss, NIS2-Relevanz, Sub-Auftragsverarbeiter
  • Geschäftsgeheimnisse: nachweisbar geschützt oder frei verwertbar?
Red FlagKein VVT, keine AVVs mit Cloud-Diensten, Kundendaten aus 2008 noch auf dem Server.
Nachinvest typisch KMU 25–150 k€
04

Security & Risiko

Wie angreifbar ist das Unternehmen, technisch, menschlich, physisch?

  • Social Engineering, Phishing, CEO-Fraud, AI-Voice-Cloning
  • Passwörter, MFA, zentraler Zugangsdaten-Tresor
  • Netzwerk-Perimeter: WLAN, VPN, Fernzugriff, physischer Zugang
  • Analoge Resilienz: wie lange überlebt der Laden ohne IT?
Red FlagKein Vier-Augen-Prinzip bei Überweisungen, kein MFA, Gäste-WLAN im Produktionsnetz.
Nachinvest typisch KMU 20–80 k€
05

Personenabhängigkeit

Welches Wissen steckt in welchen Köpfen, und was passiert, wenn der Kopf geht?

  • Bus-Faktor: wie viele müssten fehlen, bis eine Funktion kippt?
  • Geschäftsprozess-Wissen: dokumentiert oder im Kopf vom Chef?
  • Externe Wissensträger: IT-Dienstleister, Steuerberater, Entwickler
  • Dokumentationsgrad als Proxy für Personenrisiko
Red FlagEin Admin ohne Vertretung, Quellcode beim externen Entwickler, Kundenbeziehungen an eine Vertriebsperson gebunden.
Nachinvest typisch KMU 20–100 k€
06

Anbieterabhängigkeit

Von wem ist das Unternehmen abhängig, und was, wenn der Anbieter kippt?

  • Anbieter-Inventar mit Abhängigkeitsgrad und Wechselkosten
  • Vertragliche Bindung: Laufzeit, Change-of-Control, Exit-Klauseln
  • Datenportabilität, Export-Format, Vendor Lock-in
  • Der Ein-Mann-IT-Dienstleister als Sonderfall
Red FlagEin IT-Dienstleister seit 10 Jahren ohne Dokumentationspflicht im Vertrag, und kein Backup seines Wissens.
Nachinvest typisch KMU 10–100 k€
07

Skalierbarkeit & Nachhaltigkeit

Kann das Unternehmen mit dieser IT wachsen, und wo wird sie zum Flaschenhals?

  • Headroom in Prozent: wie viel Luft, bevor es teuer wird?
  • Medienbrüche als Skalierungs-Killer, messbar in Arbeitsstunden
  • Onboarding neuer Mitarbeiter, zweiter Standort, Homeoffice
  • Digitalisierungsgrad 1–5: wo steht der Betrieb heute?
Red FlagServer bei 85 % Auslastung, Lizenzmodell das bei Wachstum exponentiell explodiert, drei Medienbrüche im Kernprozess.
Nachinvest typisch KMU 30–200 k€
08

Schatten-IT & Prozesslücken

Was läuft am offiziellen IT-Radar vorbei, und welche Lücken sind analog?

  • Excel-Monster, Access-Datenbanken, VBA-Makros die niemand mehr versteht
  • KI-Nutzung mit Firmendaten, die unsichtbarste Schatten-IT
  • WhatsApp-Kundenkommunikation, private Cloud-Speicher
Red FlagVertriebsleiter kippt Kundenliste in ChatGPT. WhatsApp ist der primäre Kundenkanal. Excel steuert die Produktion.
Nachinvest typisch KMU 15–80 k€

Was Sie hier sehen, sind die Überschriften. Dahinter liegt ein Prüfraster mit rund fünfzig Clustern und einigen hundert Einzelfragen, vom Wassermelder über dem Serverraum bis zur KI-Policy. Das vollständige Raster ist meine Methode und steht bewusst nicht im Internet. Im Gespräch gehe ich gern tiefer hinein. Die acht Achsen sind die Skizze des Regelwerks, nicht die komplette Blaupause. Die ist ohnehin unternehmensspezifisch.

03 — Verteidigbare Zahlen

Sie bekommen einen Bericht, in dem jeder Betrag eine Berechnung mit offengelegten Grundlagen ist.

Der Bericht behauptet nichts. Er rechnet vor.

Grundlage

Betriebszahlen, nicht Branchenschnitt

Jahresumsatz, Personalstruktur, produktive Arbeitstage, Materialanteil, Vollkostensätze basieren auf den Zahlen des Betriebs. Wo im Mandat noch keine Zahl vorliegt, steht die branchenübliche Annahme kenntlich gemacht daneben.

Ansatz

Untergrenze statt Erwartungswert

Ausfallstufen gehen in der Praxis ineinander über. Jede Stufe ist am unteren Rand ihres Bereichs angesetzt und liegt bis zu zehn Prozent unter dem rechnerischen Wert. Das ist bewusst gewählt und im Bericht benannt. Wer die Zahl angreift, greift die vorsichtige an.

Bewertungsmaß

Entgangener Deckungsbeitrag plus Leerkosten

Bewertet wird der Tagesumsatz abzüglich Materialanteil, zuzüglich der Personalkosten, die ohne Gegenwert weiterlaufen. Folgeschäden werden getrennt ausgewiesen, nicht in die Stillstandskosten gemischt.

Nachweislage

Festgestellt, vorgelegt oder angegeben

Zu jedem Befund ist erkennbar, worauf er beruht: eigene Inaugenscheinnahme, vorgelegte Unterlage oder Angabe der Geschäftsführung. Ungeprüftes wird als ungeprüft gekennzeichnet. Befunde, die mehrere Achsen berühren, werden einer Achse zugerechnet und quer verwiesen. Nichts wird doppelt gezählt.

Muss

Vor Vollzug behebbar und zu beheben. Danach entfällt die Grundlage für einen Risikoabschlag aus diesem Befund.

Sollte

Als Einzelbefund nachrangig, als Multiplikator relevant. Typischer Fall: der fehlende Notfallplan.

Kann

Positiver Business Case ohne Risikobezug. Nicht dringlich, aber ein Argument in der Bewertung.

Ob ein Befund Muss, Sollte oder Kann wird, ist keine Geschmacksfrage. Die Priorität folgt aus der Ebene, auf der der Befund liegt: je näher an der Betriebsfähigkeit, desto eher Muss. Welche Ebenen das sind, steht im nächsten Abschnitt.

04 — Reihenfolge

Ich bewerte vom Fundament aufwärts und priorisiere entsprechend.

Was bei einer Bewertung sichtbar wird, ist oft viel auf einmal. Das ist normal, jeder gewachsene Betrieb trägt das mit sich herum. Es ist kein Befund gegen den Mandanten, sondern eine Landkarte. Security ist wichtig, aber nicht zuerst. Wer nicht weiß, ob der Laden morgen noch läuft, wenn die eine Person ausfällt, die alles weiß, braucht keinen Securitytest.

  1. 05
    Entwicklung
    Wachstum, Automatisierung, neue Möglichkeiten, auf stabilem Boden.
  2. 04
    Sicherheit
    Security, Compliance, Datenschutz. Was angreifbar ist, abgesichert.
  3. 03
    Effizienz
    Zeitfresser, Medienbrüche, Doppelarbeit. Was unnötig kostet, aufgelöst.
  4. 02
    Nachvollziehbarkeit
    Dokumentation, Prozesse, Übergebbarkeit. Weiß jemand außer dem Chef, wie was funktioniert?
  5. 01
    Betriebsfähigkeit
    Läuft der Laden morgen noch? Personenabhängigkeit, Backups, Schlüsselwissen.

Die meisten Betriebe wollen bei 04 anfangen, weil Security in der Zeitung steht. Ich fange in der Regel bei 01 und 02 an, weil das die Ebenen sind, auf denen alle anderen stehen. Und weil das, was dort liegt, oft größer ist als gedacht.

05 — Nachfolge & Transaktion

Das Ergebnis ist ein datenraumfähiger IT-Befund.

Was ein Käufer finden wird

Die technische Due Diligence kommt. Die Frage ist: mit Vorlauf oder unter Zeitdruck.

Wenn das Prüfteam des Käufers kommt, wird dokumentiert, was digital wirklich steht. Schatten-IT, Key-Person-Abhängigkeiten, veraltete Systeme. Alles, was heute niemand sehen muss, wird dann sichtbar. Und bepreist.

Der Bericht weist den als Muss eingestuften Anteil getrennt aus. Das ist der Betrag, der vor Vollzug behebbar ist, und damit die Summe, um die sich ein Risikoabschlag verhandeln lässt.

Was vorher bereinigt wird

Die Käufer-Perspektive, drei bis fünf Jahre früher.

  • Wissens-Inseln dokumentieren, bevor die Person geht
  • Lizenzen und Change-of-Control-Klauseln sortieren, bevor sie zum Thema werden
  • Kritische Systeme ablösen, bevor sie zum Kaufpreis-Abzug werden
  • Eine Landkarte übergeben, lesbar ohne den Inhaber
  • Stichtag, Erhebungsumfang und Ausschlüsse sauber dokumentiert

Der Bericht ist als Digital Due Diligence einsetzbar. Prüftiefe, Nachweislage und Dokumentation sind darauf ausgelegt.

06 — Profil

Wer die Bewertung durchführt.

Carola Schulte
Carola Schulte
Software-Architektin ·
Network Security Engineer ·
Lüneburg · Deutsch Evern ·

Entwicklung, Netzwerktechnik, Security und Enterprise-Historie in einer Person. Diese Breite ist die Voraussetzung dafür, einen Betrieb als Ganzes zu lesen statt in Einzelteilen.

seit 2001
SelbstständigÜber 50 Projekte, vom Handwerksbetrieb bis Mercedes-Benz, Deutsche Börse, Bosch, Hermes, Sparkassenverlag. Zwei Mandate laufen seit 2003.
2002
Network Security EngineerZertifizierung bei Siemens Business Services, neun Monate Vollzeit.
2000
Studium SoftwareengineeringFHT Esslingen.
1997
Elektrotechnische AssistentinStaatlich geprüft, Schwerpunkt Nachrichtentechnik, Werner-Siemens-Schule Stuttgart.
07 — Kontakt

Sprechen wir über einen konkreten Mandanten.

Wenn Sie einen Mandanten haben, bei dem die IT ein offener Posten ist: schreiben Sie mir. Ich melde mich innerhalb von zwei Werktagen.

Ansprechpartnerin
Carola Schulte
Telefon
0178 5220192
E-Mail
die@entwicklerin.net
Sitz
Am alten Landhaus 1
21407 Deutsch Evern
Region
Lüneburg & Umland
St.-Nr.
26 142 19546
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Exali AG